February 26, 2026

Kurzreise-Analyse 2026

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Im Kurzreisesegment verschiebt sich der Wettbewerb: Nicht mehr allein der günstigste Übernachtungspreis entscheidet, sondern klar kalkulierbare Arrangements mit transparentem Gesamtpreis. Das zeigt die Kurzreise-Analyse 2026 der GetAway Group auf Basis von mehreren Millionen Buchungen aus Deutschland, Österreich, der Schweiz sowie angrenzenden Quellmärkten aus den Jahren 2024 und 2025.

Key Take-Aways

Aufenthaltsdauersteigt

Angebotschlägt Destination

Arrangements generieren messbar mehr Umsatz

Mit demZusammenschluss der größten deutschen Kurzreisen-Buchungsportale Kurzurlaub,Kurz-Mal-Weg und Kurzreise ist die GetAway Group einer der führenden Anbieterfür Kurzurlaub in der DACH-Region.

DieAuswertung zeigt: Strukturierte Urlaubspakete entwickeln sich zunehmend vomZusatzangebot zum zentralen Umsatzhebel im Hotelmarkt. Sie erhöhen dieBuchungswahrscheinlichkeit, verlängern Aufenthalte und steigern diedurchschnittlichen Buchungswarenkörbe.
„Arrangements sind für viele Hotels kein Add-on mehr, sondern ein effektiverWeg, Wertschöpfung zu erhöhen und sich vom reinen Preiswettbewerb zu lösen“,erklärt Stephan Kloss, Geschäftsführer der GetAway Group.

 

Aufenthaltsdauersteigt – Planbarkeit gewinnt
Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer im Kurzreisesegment ist in denvergangenen drei Jahren kontinuierlich gestiegen – von 2,5 Nächten (2024) über2,6 Nächte (2025) auf aktuell 2,7 Nächte. Gleichzeitig wächst die Nachfragenach Aufenthalten von drei bis fünf Nächten. Parallel gewinnen Familienreisenund Mehrgenerationen-Aufenthalte an Bedeutung. Auch All-Inclusive-Modelleverzeichnen im Kurzreisesegment einen deutlichen Aufschwung.
Die gemeinsame Klammer dieser Entwicklungen: Gäste suchen Sicherheit,Planbarkeit und klar erkennbare Mehrwerte. Transparente Endpreise undgebündelte Leistungen erleichtern die Buchungsentscheidung, insbesondere ineinem wirtschaftlich sensiblen Umfeld
„Wer heute Urlaub bucht, möchte vor allem wissen, was am Ende auf der Rechnungsteht“, so Kloss.

 

Angebotschlägt Destination
Ein zentrales Ergebnis der Analyse: Die Attraktivität des Angebots gewinntgegenüber der reinen Lage an Bedeutung.
Neben etablierten Destinationen profitieren zunehmend auch kleinere Regionenvom Arrangement-Geschäft. So legte der Teutoburger Wald / Ostwestfalen um 15,0Prozent zu, der Thüringer Wald um 14,9 Prozent und das Sauerland um 7,5 Prozent(2025 gegenüber 2024).
Ein klar strukturiertes, emotional aufgeladenes Paket kann Nachfragegenerieren, unabhängig von touristischer Strahlkraft oder Bekanntheitsgradeiner Region.
Damit verschiebt sich der Wettbewerb: Das durchdachte Gesamtangebot wirdwichtiger als die isolierte Übernachtung.

 

Warum Arrangements messbar mehr Umsatz generieren

In denPlattformdaten der GetAway Group zeigen sich dabei mehrere Effekte: 

•   längere Aufenthaltsdauern
•   höhere durchschnittliche Buchungswarenkörbe
•   bessere Auslastungsverteilung
•   geringere Vergleichbarkeit über reine Zimmerpreise

Arrangementsbündeln Leistungen wie Gastronomie, Wellness, Erlebnisbausteine oderZusatzservices zu einem klar kommunizierten Gesamtprodukt. Der wahrgenommeneMehrwert steigt und mit ihm die Zahlungsbereitschaft.
Entscheidend ist dabei weniger die Anzahl der Inklusivleistungen als derennachvollziehbare Struktur und Dramaturgie. Ein klar definiertes Erlebnisreduziert Preissensibilität und stärkt die Positionierung des Hotels.

 

Strategische Chance für Hoteliers
Für viele Betriebe liegt das Potenzial näher als gedacht. Häufig sind dierelevanten Leistungsbausteine – Gastronomie, Wellnessangebote, regionaleKooperationen oder besondere Serviceelemente – bereits vorhanden. Derentscheidende Schritt besteht in der klaren Bündelung und marktorientiertenAufbereitung.
„Arrangements ermöglichen es Hotels, vorhandene Stärken sichtbarer zu machenund gezielt Wertschöpfungspotenziale zu heben“, erklärt Kloss. „Gerade in einempreissensiblen Umfeld schaffen strukturierte Pakete Stabilität undDifferenzierung.“

Die GetAwayGroup wird die Ergebnisse der Kurzreise-Analyse 2026 auch auf der diesjährigen ITB Berlin im Austauschmit Branchenpartnern vertiefen und ist erstmals mit einem eigenen Standvertreten in Halle 9,Stand 215

 

Fazit:2026 gehört strukturierten UrlaubspaketenDie Kurzreise-Analyse 2026 zeigt deutlich: Der reine Übernachtungspreisverliert an Bedeutung. Gäste erwarten transparente Preise, gebündelteLeistungen und ein klar definiertes Erlebnis.Hotels, die ihr Angebot strategisch als Arrangement denken, verlängernAufenthalte, erhöhen den Umsatz pro Buchung und reduzieren die Vergleichbarkeitüber den Preis.„Wer Struktur, Erlebnisqualität und Kostentransparenz bietet, wird 2026 nichtnur gebucht, sondern bewusst gewählt“, so das abschließende Fazit von StephanKloss.